Matthias Grunsky ist Kameramann und arbeitet von München aus weltweit.
Nach seiner Zeit als Kameraassistent in Österreich und Deutschland – unter anderem bei Lee Daniel (BEFORE SUNRISE) und Helmut Pirnat (DER BOCKERER II) – studierte er Kamera am American Film Institute in Los Angeles.
Seinen ersten Spielfilm als Kameramann drehte Grunsky 2002: FUNNY HA HA für Regisseur Andrew Bujalski, mit dem er seitdem an allen sieben seiner Filme zusammengearbeitet hat. Für COMPUTER CHESS (2013) wurde er für den Independent Spirit Award in der Kategorie „Best Cinematography" nominiert. Die Zusammenarbeit mit Bujalski ist oft von experimentellen Formaten geprägt, darunter Schwarz-Weiß-Röhrenkameras aus den 1970er-Jahren und, bei THERE THERE (2022) unter COVID-Bedingungen remote gedreht, iPhones.
Weitere Arbeiten umfassen NIGHTS AND WEEKENDS (2008) mit Joe Swanberg und Greta Gerwig, MARLENE (2018) mit dem Berliner Autorenfilmer Andreas Resch sowie die Kinderfilme GESCHICHTEN VOM FRANZ (2021) und NEUE GESCHICHTEN VOM FRANZ (2022) mit Regisseur Johannes Schmid.
Zuletzt stand er für Edgar Reitz bei LEIBNIZ (Berlinale 2025) hinter der Kamera und schuf für das Kammerspiel, das fast vollständig in einem einzigen Raum spielt, eine an barocker Malerei orientierte Chiaroscuro-Lichtführung.
Seine Arbeit wurde von The New Yorker, Cahiers du Cinéma und Variety für ihre „mutige Kameraarbeit", „hinreißend gewagte Schwarz-Weiß-Bilder" und „an Rembrandt erinnernde Chiaroscuro-Lichtführung" gewürdigt. Er erhielt Auszeichnungen für die Beste Kamera beim Midwest Independent Film Festival (SAINTS REST, 2019) und beim History Film Fest Rijeka (DIE UNBEUGSAMEN, 2019).
Seine Filme hatten Premiere bei Sundance, der Berlinale, Tribeca und SXSW.